3. Arbeitsgebiete und Interessen

Organisationsberatung
Interessant sind für mich Zusammenhänge von inneruniversitärer Organisation und Wissensproduktion. Dabei lohnt es sich, Veränderungsprozesse zu begleiten und zu untersuchen, wie sich neue Organisationsformen auf die Praxis der Wissensproduktion auswirken, dabei helfen oder behindern.
Ich lasse mich dabei stets von der Auffassung leiten, dass in Universitäten Organisation kein Selbstzweck ist, sondern im Dienste von Wissensproduktion und –vermittlung steht. Meine Perspektive ist dabei vornehmlich wissenschaftssoziologisch angeleitet, d. h. ich gehe davon aus, dass unterschiedliche Organisationsformen von Forschung und Lehre unterschiedliche Organisationsformen von Universität brauchen. Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass jede Hochschule über eine ihr eigene Organisationskultur verfügt. Ich gehe nicht davon aus, dass es ein One-Size-Fits-all-Muster hochschulorganisatorischer Praxis gibt.

 
Hochschulpolitik
Oberhalb einer Organisationsebene interessiere ich mich dafür, was Politik machen kann, um gute Hochschulen möglich zu machen. Das ist immer eine Frage davon, was Politik tun, aber auch, was sie lassen muss. Denn es geht letztlich immer um den richtigen Mix von Vorgabe und lockerer Kontextsteuerung. Handlungsanreize, die Politik setzten muss, sollten nach Möglichkeit widerspruchsfrei und frei von jeder Art von Scheinheiligkeit sein. Wider besseres Wissen sollte man dabei nicht handeln und gute Politik zeichnet sich dadurch aus, dass sie das Simulieren von Handlungsfähigkeit vermeidet.

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